Mrz 032014
 
HB1 Schköna Holzbeton

DDR Eigenheim aus Holzbeton Typ HB1 – Schköna

HB1 Schköna Holzbeton
Eingeschossiger teilunterkellerter Flachbau mit Fundamenten aus Stampfbeton B 120 oder B 80, Kellerwänden aus MZ 150 oder 100, Kellerdecke aus I-Trägern mit Stahlbetonhohldielen. Außen- und Innenwände aus Holzbetonplatten, 240 oder 150 mm stark, Dachkonstruktion aus Holz-Flachdachbindern mit 14° Neigung, Wellasbestzementeindeckung. Anhydritfußboden mit PVC-Belag, Naßräume mit Fliesen, Trockenputz aus Gipskartonplatten. Ofenheizung oder Kachelofenluftheizung.

Der Hersteller lieferte Holzbetonwandbauplatten, Fußbodendämmplatten, Gipskartonplatten, Fenster und Türen, Dachbinder, Dacheindeckung, Dachgesims. Die übrigen Baumaterialien sind über den VEB Baustoffversorgung zu beziehen.

 

HB1 Schköna Grundriss

 

Hersteller der Holzbetonelemente, Dachbinder, Fenster und Türen war:HB1 Schköna Holzbeton
VEB Bauelemente, 4401 Schköna, Kreis Gräfenhainichen Projekt: Rat des Kreises Gräfenhainichen, Kreisbauamt, Entwurfsgruppe 445 Gräfenhainichen, Bezirk Halle

 

 

 

Bebaute Fläche: 110,70 m² HB1 Schköna Holzbeton

Wohnfläche: 121,30 m²

Wohnhauptfläche: 65,10 m² (Räume 1 bis 4)

Nebenfunktionsfläche: 56,20 m² (Räume 5 bis 8 und Keller)

 

 

 

Raumgrößen (in m²):HB1 Schköna Holzbeton
1 Wohnzimmer 18,70
2 Schlafzimmer 16,60
3 Kinderzimmer 14,50
4 Kinderzimmer 15,30
5 Küche 11,40
6 Bad/WC 6,60
7 Flur 8,90
8 Windfang 4,60
Keller 24,70

 

 

Grundriss hier kostenlos herunterladen: HB1_Schkoena_Grundriss

 


Holzbeton war in den 1970-ger Jahren ein noch relativ unbekannter Bauwerkstoff. Er besteht aus mechanisch und thermisch aufgeschlossenen Spänen von Holz und Rindenabfällen, die mit Eisenportlandzement (besteht aus 70% Portlandzement und 30% Hochofenschlacke) unter Zugabe von Abbindereglern (Kalziumchloridlauge und Natronwasserglas) zu Handmontageplatten in den Maßen 740 x 320 x 120 mm mit umlaufender halbrunder Mörtelfuge geformt wurden. Der besondere Vorteil von Holzbeton liegt in dessen hoher Wärme- und Trittschalldämmung sowie in der leichten Bearbeitbarkeit. Diese Bauplatten wurden für den Bau von Bungalows, Garagen und Gartenlauben eingesetzt. Für tragende Außen- und Innenwände im Wohnungsbau eigneten sich hingegen Holzbeton-Schalungssteine, die im Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Templin entwickelt wurden.  vgl. hierzu: Bautechnischer Ratgeber 7/72, Verlag für Bauwesen Berlin

Heute ist das Baumaterial Holzbeton wieder interessant im Hinblick auf kostengünstiges ökologisches Bauen sowie die Errichtung von Passivhäusern. So erbaute die Bauhaus Universität in Weimar im Jahr 2011 das green:house als weltweit erstes Passivgebäude aus Holzbeton.

Durch die Bauweise mit Holzbeton soll mit möglichst reduziertem Planungs- und Kostenaufwand ein Gebäude mit Massivhaus-Qualität entstehen, das ein Maximum an Aufenthalts- und Arbeitsqualität ermöglicht.“  Prof. Bernd Rudolf, Bauhaus-Universität Weimar


 

 

Aufgrund unserer besonderen Sachkunde und Erfahrung in diesem Wertermittlungsteilbereich können wir auch in der ehemaligen DDR projektierte und erbaute Einfamilienhäuser (sog. DDR-Eigenheime) fachkundig bewerten und begutachten. Sprechen Sie uns deswegen an unter Tel. Leipzig 0341-3039170 Tel. Berlin 030-22187827 oder in Chemnitz unter 0371-33717855 oder senden Sie eine Anfrage per EMail.

HB_1_Schkoena_Farbig_vorn2

Hinweis: Unsere Bilder, Grafiken und Zeichnungen sowie Texte sind urheberrechtlich geschützt. Kopieren und Verwenden bedarf unserer ausdrücklichen Zustimmung.

   
Übersicht DDR Eigenheime | DDR Eingenheim Typ EW42 und EW51 | Einfamilienhaus Typ 83G - Stralsund | Gartenhaus Typ Brandenburg | Reihenhaus Typ Altmark | Eigenheim Typ HB4 | Reihenhaus Typ RH2 | Eigenheim Typ EW71C | Eigenheim Typ GU2 | Doppelhaus Typ EW65 BID | Eigenheim Typ Rheinsberg 2 | Eigenheim Typ ZV1 | Einfamilienhaus Typ EW65 B | Keramikhaus Halle Typ KH1 | Holzbeton Eigenheim HB1 Schköna | Bungalow Typ Bitterfeld | Bungalow Typ Bastei BLK 71 | DDR Eigenheim aus Gasbeton – Haus Lilienstein
 

 

 


hier finden Sie weitere Infomationen zu diesem Thema:

 

Dachdeckenelemente in der DDR

HP-Dachschalenträger – Dachdeckenelemente in der DDR Hyperbolische Dachschalenträger     HP-Dachschalenträger sind großflächige zur Querachse oder zur Quer- und Längsachse gekrümmte Dachdeckenelemente aus Stahl- oder Spannbeton. Zur Querachse gekrümmt, mit trapezförmigen Steg und zweiseitigem Dachüberstand.           Baustoffe nach TGL:   Beton nach TGL 0-1045, B300 bzw. B450 Stahl für Bewehrung nach […]

0 Kommentare
Wohnhauptflaeche

Wohnhauptfläche in der DDR – Begriffsdefinition

Wohnhauptfläche (in m²)   Erklärung und Definition in der DDR     Grundfläche von Räumen oder Teilen eines Bauwerkes, die dem Hauptzweck des Bauwerkes dient und von der die Kapazität des Bauwerkes abhängig ist. Es handelt sich dabei um abgeschlossene Räume, die der Hauptfunktion des Wohnens, wie dem Essen, dem Ruhen, der Weiterbildung, der Geselligkeit […]

0 Kommentare
Keramikhaus KH-1

DDR Eigenheim Typ Keramikhaus KH1

DDR Eigenheim Typ KH1 Keramikhaus Einzel- oder Reihenhaus für 6 bis 8 Personen Typ KH 1 Keramikhaus Halle   Die Typenentwicklung KH1 „Keramikhaus“ des VEB Ziegelwerke Halle ließen sich konstruktiv auch zu Reihenhäusern verketten. Als eingeschossiges Einfamilienaus mit einer Wohnebene und Flachdach projektiert, stehen circa 118 qm Wohnfläche zur Verfügung. Die Raumgrößen betragen circa: Wohnzimmer […]

0 Kommentare
DDR_Eigenheim EW 65 BID Doppelhaus

DDR Eigenheim Typ EW 65 B – D als Doppelhaus

DDR Eigenheim Typ EW 65 B/D als Doppelhaus Vom VEB Kreisbaubetrieb Bau Meiningen als Doppelhaus projektiertes Einfamilienhaus mit einer Wohnebene im Erdgeschoss und ausgebautem Dachgeschoss. Es stehen circa 115 qm Wohnfläche zzgl. Keller mit rund 60 qm Nutzfläche zur Verfügung, der Brutto-Rauminhalt (früher umbauter Raum) war mit rund 615 cbm projektiert.   Vergleichbare Grundrisse für sog. […]

0 Kommentare
TGL-7798

Grundfläche in der DDR – Begriffsdefinition

Grundfläche   Erklärung und Definition in der DDR Grundfläche ist die Fläche eines Bauwerkes, eines Teiles eines Bauwerkes oder eines Konstruktionsteiles, die sich aus der senkrechten Projektion der äußeren Abmessungen auf eine waagerechte Ebene ergibt. vgl.dazu DDR-Standard:  TGL 7798   weitere Begriffsdefinitionen | Baustoffe in der DDR | Übersicht DDR Eigenheime  

0 Kommentare
TGL-7798

bauliche Anlage in der DDR – Begriffsdefinition

bauliche Anlage   Erklärung und Definition in der DDR Bauliche Anlagen sind Verkehrs-, Tief- und Wasserbauten, Meliorationen und alle sonstigen Bauwerke, die nicht zu den Gebäuden zählen. Bauliche Anlagen können unterirdisch, auf oder über der Geländeoberfläche angeordnet werden. vgl.dazu DDR-Standard:  TGL 7798   weitere Begriffsdefinitionen | Baustoffe in der DDR | Übersicht DDR Eigenheime  

0 Kommentare